02 Oktober 2016

Heimspiel 2016: Andreas Gabalier Mountain Man Open Air in Schladming



Mit einem echten Highlight meiner Semesterferien melde ich mich nach meiner doch etwas länger ausgefallenen Blogpause (dazu in einem anderen Post mehr) bei euch zurück. Zusammen mit ein paar Freundinnen habe ich mich nämlich auf nach Schladming gemacht, um das dort stattfindende Andreas Gabalier Konzert zu besuchen. Und was soll ich sagen? Ich war begeistert!

Bei uns in Bayern ist der liebe Andi ja sowieso eine ganz große Nummer. Auf allen Dorf- und Volksfesten wird zu "Hulapalu" und "I sing a Liad fia di" lautstark mitgegrölt und das Tanzbein geschwungen. Und im Namen aller Mädls muss auch ich gestehen, dass er definitiv nicht schlecht anzuschauen ist. Darum waren wir auch alle sofort Feuer und Flamme, als uns die Möglichkeit geboten wurde, sein Konzert zu besuchen.
Perfekt ausgestattet, bestens gelaunt und natürlich in Tracht gekleidet bestiegen wir also den Bus, der uns nach Österreich bringen sollte. Bereits während der Fahrt verbreiteten wir top Stimmung und stimmten uns mit der richtigen Musik und ein paar selbstgemachten Likören auf das anstehende Open Air ein. Am Ziel angekommen begaben wir uns sofort zum Konzertgelände, um möglichst gute Plätze zu ergattern. Da wir bereits nachmittags Schladming erreicht hatten, verbrachten wir die restlichen Stunden bis zur Show auf dem Zielhang in der Sonne und versuchten, nicht zu schmelzen, was bei den vorherrschenden Temperaturen absolut nicht selbstverständlich war. Als dann jedoch die Vorbands begannen, dem Publikum einzuheizen, und schließlich Andi die Bühne betrat, war dies jedoch alles sofort vergessen.
Die Stimmung war absolut gigantisch. So etwas habe ich noch nie erlebt. Stellt euch vor, 30.000 Menschen stehen hinter euch die Planai hinauf auf dem Zielhang und schmettern seine Hits mit. Gänsehaut pur! Hinzu kommt, dass es ja quasi Andreas' Heimspiel war. Schließlich stammt er aus der Steiermark und das Steirerland liegt im unglaublich am Herzen. Dies hat man bei der Hymne auf sein Heimatland deutlich zu spüren bekommen. Dass er seinen Onkel, welchem das Lied ursprünglich gewidmet war, mit auf die Bühne geholt hat, hat zusätzlich von seine Heimatliebe und Verbundenheit gezeugt. Auch Partystimmung war vorprogrammiert und das ganze Skistadion bebte, als er "Hulapalu" zum Besten gab. Er beherrscht es definitiv, eine Bombenlaune zu verbreiten und sein Publikum anzuheizen. Als er beispielsweise einen weiblichen Fan auf die Schultern nahm und sie selbst einen Song anstimmen durfte, waren wir allesamt vollkommen aus dem Häuschen. Trotzdem wirkt Andi überhaupt nicht abgehoben. Als er z.B. kurz den Text vergaß oder die Song-Reihenfolge durcheinanderbrachte und auf das falsche Lied überleitete, wurde er mir nur noch sympathischer. Schließlich gab er selbst zu, bei seinem Heimspiel nach langer Zeit mal wieder richtig nervös gewesen zu sein.
Aber auch die Gefühle kamen nicht zu kurz. Vom Heiratsantrag auf der Bühne bis hin zum Lichtermeer auf der Planai - Gänsehaut garantiert! Den krönenden Abschluss bildete "Amoi seng ma uns wieder" zu Ehren seiner kürzlich verstorbenen Großmutter. Ich muss ehrlich zugeben, dass mir die Tränen in den Augen standen. Die Emotionen in der Luft konnte man beinahe greifen.

Letztendlich waren wir aber doch froh, als wir uns wieder auf zum Bus machen konnte, denn unsere Füße schmerzten extrem. Da wir Karten für die Leit'n hatten, standen wir die komplette Show über in einer ziemlichen Schräge, was mit enormer Rutschgefahr und schmerzenden Schuhen verbunden war. Das alles hat diesem fantastischen Erlebnis aber keinen Abbruch getan und war mit ein paar Radler intus definitiv zu verkraften.
Andi, ich komme auf jeden Fall wieder!




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