09 Oktober 2016

Bewerbungstipps #1: Die Bewerbung

Für meine letzte Woche Semesterferien bzw. die einzige Woche, die ich wirklich zur freien Verfügung hatte, hatte ich mir so einiges vorgenommen. Mit der Vorbereitung von Blogposts bin ich ziemlich gut vorangekommen, sodass ihr euch auf einige spannende Beiträge freuen dürft.

Während meines Praktikums habe ich mich intensiv mit dem Schreiben von Bewerbungen verfasst. Da nächsten Sommer mein Praxissemester bevorsteht, habe ich mich mit einigen Unternehmen in Kontakt gesetzt und mich beworben. Lieber zu früh, als zu spät. Lieber habe ich die Auswahl aus mehreren verschiedenen Praktikumsplätzen, als zuletzt irgendeine Stelle annehmen zu müssen, die mich im Grunde gar nicht interessiert, nur weil die besten Praktika bereits vergeben sind.
Aufgrund der Anzahl an Einladungen zu einem Vorstellungsgespräch, die ich bisher erhalten habe, denke ich, habe ich mich beim Verfassen der Bewerbung ganz gut geschlagen. Meine Tipps zur perfekten Bewerbung möchte ich heute gerne mit euch teilen.


1. Die Kontaktaufnahme
Zuerst müsst ihr euch natürlich Gedanken darüber machen, bei welchen Unternehmen ihr euch überhaupt bewerben wollt. Vielleicht kennt ihr schon bestimmte Betriebe, die euch interessieren, oder ihr habt über Freunde oder Familienmitglieder von ihnen erfahren. Fragt am besten Leute, die sich in der Branche auskennen, nach ihrer Meinung. Sie können euch Firmen empfehlen oder von ihnen abraten. Auch die Karrierebörse eurer Hochschule bzw. Universität ist immer eine guter Ansprechpartner.
Haben ein paar Unternehmen euer Interesse geweckt? Sehr gut! Nun müsst ihr euch mit den Verantwortlichen in Kontakt setzten. Recherchiert am besten auf der Homepage der Betriebe und informiert euch über ihr Tätigkeitsfeld sowie die zuständigen Personen aus der Personalabteilung. Am besten ruft ihr einfach an. Es kommt wesentlicher besser an, wenn man sich zuvor telefonisch erkundigt und ein kurzes Gespräch geführt hat, als wenn man einfach eine Bewerbung hinschickt, ohne sich je ausgetauscht zu haben. Wichtig ist hier, dass ihr herausfindet, an wen ihr die Bewerbung genau richten müsst, denn eine Bewerbung mit "Sehr geehrte Damen und Herren" zu beginnen, zeugt nicht gerade von viel Engagement. Hilfreich ist hier auf jeden Fall, wenn ihr euch bereits vor dem Telefonat Fragen überlegt, die ihr gerne stellen würdet. Ich habe mir hier z.B. ein Worddokument erstellt, in dem ich für jede Firma eine kleine Tabelle mit den jeweiligen Fragen angelegt habe. Erstens vergisst man so nichts und zweitens hat man während des Gesprächs nicht Zeit für großartig viele Notizen. Erkundigt euch auf jeden Fall, ob eher eine Bewerbung per Post oder per Mail (meistens der Fall) bevorzugt wird und wie die E-Mail-Adresse lautet. Auch worauf im Hinblick auf den Inhalt der Bewerbung Wert gelegt wird, solltet ihr erfragen. Wichtig ist natürlich, immer schön freundlich und höflich zu bleiben, aber das sollte selbstverständlich sein.

2. Das Deckblatt
Der erste Eindruck zählt. Also verpasst eurer Bewerbung ein ansprechendes Äußeres. Geht unbedingt zum Fotografen, denn man wird den Unterschied sehen. Am besten lasst ihr euch das Foto als Datei aushändigen, da das Einscannen die Qualität extrem vermindert. Mal ganz abgesehen davon, dass es sich dabei um einen Verstoß gegen das Urheberrecht handelt. Im Internet findet ihr einige Vorlagen, von denen ihr euch inspirieren lassen könnt. Kopiert aber am besten nicht eins zu eins, da Personaler die klassischen Vorlagen bestimmt kennen. Vergesst aber auf gar keinen Fall, eure Kontaktdaten anzugeben.

3. Das Anschreiben
Hier könnte ihr euch in das rechte Licht rücken. Überzeugt das Unternehmen, warum genau ihr der Richtige für diesen Job seid. Der grundlegende Aufbau sieht wiefolgt aus: Warum diese Stelle/dieser Beruf? Warum ich? Warum dieses Unternehmen? Daran könnt ihr euch orientieren. Bezieht euch direkt auf die Stellenangabe und geht auf diese ein. Greift Formulierungen auf und erklärt warum, ihr perfekt für diesen Job und diese Aufgaben geeignet seid und die Anforderungen erfüllt. Wichtig ist, dass ihr euch nicht nur über den grünen Klee lobt, sondern das Ganze auch mit Beispielen hinterlegt. Erwähnt Praktika, in welchen ihr bereits Erfahrungen gesammelt habt und vielleicht Gefallen an bestimmten Tätigkeiten gefunden habt. Informiert euch über das Unternehmen und geht gezielt darauf ein. Verwendet keine allgemein gültigen Aussagen, denn Personaler erkennen, dass diese Bewerbungen dann universal auf viele Unternehmen angewendet werden können und das macht definitiv keinen guten Eindruck. Rechtschreibungs- und Zeichensetzungsfehler sind sowieso ein absolutes No-Go. Sie werfen ein schlechtes Licht auf euch und eure Arbeitsweise. Achtet darauf, dass die Formatierung stimmt und die Personalpronomen groß geschrieben sind. Am besten lasst ihr jemanden Korrektur lesen, da man selbst häufig Fehler überliest.

4. Der Lebenslauf
Dieser sollte tabellarisch aufgebaut und unbedingt lückenlos sein. Gebt darin persönliche Daten, Bildungsweg inklusive Schulabschluss und Praxiserfahrungen an. Hier erwähnt ihr am besten auch, in welchen Bereich ihr eingesetzt und was eure Aufgaben waren. Auch weitere Aktivitäten (Schülerausstausch, Teilnahme an außerschulischen Seminaren, etc,) und Fähigkeiten bzw. Kenntnisse (Sprachen, MS-Office, etc.) solltet ihr hier ansprechen. Heutzutage ist es jedoch nicht mehr üblich, Details über die Eltern anzugeben. Checkt zuletzt auf jeden Fall, ob die persönlichen Angaben stimmen, denn wenn diese nicht korrekt sind, kann euch das Unternehmen nicht kontaktieren.

5. Die Anlagen
Aktuelles Notenblatt, Abschlusszeugnis, Praktikumsnachweise usw. finden hier ihren Platz. Ihr müsst auf jeden Fall jede Tätigkeit, die ihr im Lebenslauf erwähnt habt, belegen können. Ansonsten wirkt ihr unglaubwürdig.

6. Die Unterschrift
Ganz wichtig! Diese dürft ihr auf gar keinen Fall vergessen. Unterschrieben wird sowohl das Anschreiben als auch der Lebenslauf. Da mittlerweile Bewerbungen per Mail üblich sind, scannt ihr sie am besten ein. Inzwischen gibt es ja genügend Programme, um eure Unterschrift in guter Qualität in eurer Dokument einzufügen.



7. Der Rahmen
Wenn ihr eure Bewerbung per Post verschicken wollt, besorgt ihr euch am besten eine richtige Bewerbungsmappe, keinen Schnellhefter oder ähnliches. Auch hier gibt es mehr als instabile Exemplare. Nehmt lieber ein paar Euro mehr in die Hand, denn eine ansprechende Bewerbungsmappe macht definitiv einen besseren Eindruck, als eine, die jeden Moment auseinander fällt. Versendet ihr eure Bewerbung per E-Mail, dann fügt alle Dokumente zu einer PDF-Datei zusammen. Hierfür gibt es mittlerweile viele kostenlose Programme. Diese Datei fügt ihr nun als Anhang in eure E-Mail ein. Auch dort müsst ihr euch förmlich, höflich und respektvoll verhalten. Erwähnt, um welche Stelle ihr euch bewerbt und was sich in der Anlage befindet. Vergesst auf gar keinen Fall eure Kontaktdaten.


Beherzigt ihr all meine Tipps, kann gar nichts mehr schief gehen. Viel Glück!

Bildquellen: Unsplash

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